28. Oktober 2007 von okiess
Ich habe am Freitag vormittag pünktlich meine vorbestellte Version von OSX 10.5 “Leopard” bekommen. Leider hatte ich keine Zeit es direkt zu installieren, so habe ich es mir am Samstag vorgenommen.
Da ich vorsichtig bin, habe ich zuerst einmal meine Zweitmaschine -ein schwarzes Core2Duo Macbook- migriert. Ich habe mich für die Variante “Neuinstallation” entschieden, da ich keinerlei wichtige Daten auf der Maschine hatte. Wie bei Apple üblich lief die Installation natürlich absolut rund und in etwa 30 Minuten hatte ich ein lauffähiges Leopard System.
Zuerst einmal habe ich die neuen Tools wie Time Machine, das neue iChat, Spaces und Safari 3.0 etc. ausprobiert, die alle einen guten Eindruck gemacht haben. Im Anschluss wollte ich die wesentliche Frage für mich klären: Kann ich unter Leopard an meinen derzeitigen Arbeitsprojekten arbeiten? Können alle benötigen Abhängigkeiten zum Laufen gebracht werden?
Nachdem ich ein Terminal Fenster geöffnet und die entsprechenden Befehle eingegeben habe, musste ich zu meiner Freude feststellen, dass Ruby 1.8.6, Rubygems und auch Rails 1.2.3 standardmässig vorhanden waren! Insgesamt sind 27 Rubygems vorinstalliert wie z.B. capistrano, fcgi, ferret und mongrel. Das sind schon einmal sehr gute Grundvoraussetzungen, allerdings benötige ich für die meisten meiner Arbeitsprojekte ImageMagick und rmagick.
Im nächsten Schritt habe ich dann mein Ruby Setupscript ausprobiert, über das ich auch schon mal geschrieben habe. Leider musste ich feststellen, dass sich ImageMagick mit Macports nicht installieren ließ. Es scheitert an der Abhängigkeiten “tiff” von ImageMagick (Auch GraphicsMagick hängt übrigens von “tiff” ab). Somit kann ich leider rmagick unter Leopard derzeit nicht zum Laufen bringen. Zudem ließ sich auch ruby ansich nicht kompilieren (zumindest ohne Patches oder spezielle Kompilieranweisungen), weder 1.84, noch 1.8.5 oder 1.8.6. Dann habe ich meine bereits kompilierten Binaries (ruby Versionen, ImageMagick, mysql5 etc.) von OSX Tiger herüber kopiert und konnte diese zum Großteil ausführen. Allerdings konnte ich mysql5 nicht zum Laufen bringen (mit sudo ausgeführt, konnte es sich angeblich nicht an den Port 3306 binden)…
Fazit: Ich persönlich kann meine Arbeitsmachine derzeit noch nicht auf OSX Leopard upgraden. Für Rails ansich ist OSX Leopard allerdings ein Riesenschritt nach vorne. Mit einer Standardinstallation von Leopard kann man sofort mit Rails loslegen. Die Abhängigkeiten, die mir derzeit noch Probleme bereiten, werden sicherlich auch bald von den entsprechenden Entwicklergemeinden gefixt oder Patches bereitgestellt. Also daher, bin ich noch ein bisschen geduldig…
Übrigens noch ein Hinweis für Java Entwickler. Java 6 ist nicht Teil von Leopard und die Java 6 Preview für Tiger läuft nicht unter Leopard! JDK 5 läuft allerdings problemlos.
Update: Nach einem frischen Macports Install habe ich nun mysql5 problemlos laufen. Auch das mysql gem habe ich installiert bekommen. Wenn ihr mysql5 mit macports installiert, könnt ihr folgenden gem Befehl verwenden:
ARCHFLAGS=”-arch i386″ gem install mysql — –with-mysql-include=/opt/local/include/mysql5/mysql/ –with-mysql-lib=/opt/local/lib/mysql5/mysql
Update 2: tiff kompiliert nun auch mit macports und somit kann ImageMagick problemlos installiert werden.
22. Oktober 2007 von okiess
Vor ein paar Tagen hat MySpace Co-Founder and CEO Chris DeWolfe bei der O’Reilly Media Web 2.0 Konferenz in San Francisco bekannt gegeben, dass MySpace in wenigen Monaten eine Anwendungsplattform für Drittanbieter im Stil von Facebook ermöglichen wird. Die Entwickler dieser “Widgets” sollen auch anteilig von den Anzeigen Umsätzen profitieren und auch in “speziellen Bereichen” eigene Anzeigen verkaufen können.
MySpace mit seinen 110 Millionen Mitglieder könnte somit finanziell einiges attraktiver für Drittanbieter und Widget Maker als Facebook und andere sein. Ich persönlich finde die Facebook Plattform technisch schon recht ausgereift und kann mir das bei MySpace nur schlecht vorstellen. MySpace sieht immer noch wie “Alpha” Software aus, ist häßlich, unzuverlässig, schlecht durchdacht und chaotisch. Aber auch in Deutschland sind sie immer noch das führende Social Network. Nur ob diese Funktionalität in Deutschland auch sofort zur Verfügung stehen wird, ist mir nicht bekannt.
Ich bin inzwischen ein großer Fan von “integrierten Anwendungen”, die in einem bekannten Social Network eingebettet sind. Ich denke, es macht sehr viel Sinn eine spezialisierte Anwendung in den Rahmen eines großen Social Networks zu integrieren, statt von Null anzufangen und tausende Benutzer (oder Millionen… ;)) für sich zu gewinnen. Denn am Ende wird der Social Networking Bereich aus einer handvoll führender Social Networks bestehen. “Vertikale Social Networks” machen sicherlich Sinn, aber warum muss man dafür unzählige eigenständige Plattformen betreiben und nicht von existierenden Benutzergruppen und Nutzerbeziehungen eines bestehenden Social Networks profitieren…?
16. Oktober 2007 von okiess
Vor einigen Tagen habe ich mir nochmal Joost, den “Internet TV Player” angeschaut. Hmm, das hat sich mal Einiges geändert. Unter Anderem kann man nun komplette MLB Baseball und NHL Hockey Spiele schauen! Da es Playoff Zeit ist und das deutsche Fernsehen diese Ereigenisse mal wieder völlig ignoriert, ist Joost für mich jetzt erste Wahl. Aber auch im Bereich Musik und Unterhaltung hat Joost inzwischen Einiges mehr zu bieten.
7. Oktober 2007 von okiess
Am Ende des letzten Jahres hatte ich die Idee ein Social Network für Podcast Hörer ins Leben zu rufen. Es war die Zeit, in der Twitter gerade populär wurde und ich festgestellt habe, das es eigentlich eine “Art Twitter für Podcasts” geben müsste. Denn mal ganz ehrlich, wie findet Ihr eigentlich neue Podcasts? Indem ihr durch endlose Podcast Verzeichnisse stöbert oder die langweile iTunes Podcast Top 10 betrachtet…? Also ich nicht. Ich finde neue Podcasts durch Freunde und andere Podcast Hörer. Durch die einfache Frage “Sag mal, was hörst du eigentlich für Podcasts?”
Das ist rollacastr in einem Satz zusammengefasst. rollacastr ist eine Site, in der man eine Liste der Podcasts, die man hört, pflegen und schon in rollacastr bestehende Podcasts (z.B. die der Freunde) der eigenen Liste hinzufügen kann. Durch die Freunde in rollacastr bleibt man ständig auf dem Laufenden, was die zur Zeit hören oder welche Podcasts sie wie kommentieren. Es ist eine Site zum Entdecken von neuen Podcasts, Shows und digitalem Content.
Anfang diesen Jahres habe ich dann ein Team formiert und das Projekt ins Leben gerufen. Neben unserem Tagesgeschäft haben wir dann rollacastr konzipiert, gestaltet und in Rails programmiert. Da Podcasts in meinen Augen ein globales Thema sind, haben wir uns dazu entschlossen die Anwendung komplett in Englisch aufzusetzen, mit der Hoffnung die Kernmärkte USA, UK und Deutschland zu erreichen. Die Nutzung von rollacastr ist sehr einfach und benötigt keine herkömmliche Registrierung, sondern es wird lediglich eine eigene OpenID Identität vorausgesetzt. Wer noch keine OpenID besitzt, kann sich hier eine Kurzeinführung durchlesen und sich bei einem kostenfreien OpenID Provider anmelden. Mit dieser OpenID Identität können dann auch noch viele andere Websites benutzt werden, ohne dass man sich ständig neue Benutzerkonto anlegen muss. rollacastr erfasst also nur sehr wenige Benutzerdaten und alle Profilangaben sind optional.
rollacastr wird in Kürze in die Private Beta Phase gehen (Invitation Only). Bei Interesse kann man mich gerne zu diesem Thema kontaktieren.
7. Oktober 2007 von okiess
Ich habe heute ein Java Tool gefunden, mit dem man ermitteln kann, ob Java Code “Müll” ist…
Das Tool heisst Crap4J. Es ist zwar keine 100 prozentig objektive Formel (Change Risk Analysis and Prediction), um die Qualität bzw. das Fehlen an Qualität zu messen, jedoch geht es von der Annahme aus, dass schlechter Code eine hohe Komplexität hat (Cyclomatic Complexity) und wenige Unit Tests dafür vorhanden sind, d.h. die Code Coverage gering ist. Crap4J steht als Eclipse Plugin zur Verfügung.
4. Oktober 2007 von okiess
Als ich mich mit Swiftiply beschäftigt habe, habe ich mir Amazon EC2 als “On-Demand Serverinfrastruktur” bzw. Amazon S3 als “On-Demand Storage” angeschaut. Da diese Art internet-basierter Services im Kommen sind, habe ich mal nach weiteren Anbietern in diesem Bereich geschaut.
Hier ist eine Liste der Dienstleister, die ich bisher gefunden habe:
MediaTemple GridService
Mosso - The Hosting System
Nirvanix
FlexiScale