Rails und OSX Leopard eine gute Kombination…?
Ich habe am Freitag vormittag pünktlich meine vorbestellte Version von OSX 10.5 “Leopard” bekommen. Leider hatte ich keine Zeit es direkt zu installieren, so habe ich es mir am Samstag vorgenommen.
Da ich vorsichtig bin, habe ich zuerst einmal meine Zweitmaschine -ein schwarzes Core2Duo Macbook- migriert. Ich habe mich für die Variante “Neuinstallation” entschieden, da ich keinerlei wichtige Daten auf der Maschine hatte. Wie bei Apple üblich lief die Installation natürlich absolut rund und in etwa 30 Minuten hatte ich ein lauffähiges Leopard System.
Zuerst einmal habe ich die neuen Tools wie Time Machine, das neue iChat, Spaces und Safari 3.0 etc. ausprobiert, die alle einen guten Eindruck gemacht haben. Im Anschluss wollte ich die wesentliche Frage für mich klären: Kann ich unter Leopard an meinen derzeitigen Arbeitsprojekten arbeiten? Können alle benötigen Abhängigkeiten zum Laufen gebracht werden?
Nachdem ich ein Terminal Fenster geöffnet und die entsprechenden Befehle eingegeben habe, musste ich zu meiner Freude feststellen, dass Ruby 1.8.6, Rubygems und auch Rails 1.2.3 standardmässig vorhanden waren! Insgesamt sind 27 Rubygems vorinstalliert wie z.B. capistrano, fcgi, ferret und mongrel. Das sind schon einmal sehr gute Grundvoraussetzungen, allerdings benötige ich für die meisten meiner Arbeitsprojekte ImageMagick und rmagick.
Im nächsten Schritt habe ich dann mein Ruby Setupscript ausprobiert, über das ich auch schon mal geschrieben habe. Leider musste ich feststellen, dass sich ImageMagick mit Macports nicht installieren ließ. Es scheitert an der Abhängigkeiten “tiff” von ImageMagick (Auch GraphicsMagick hängt übrigens von “tiff” ab). Somit kann ich leider rmagick unter Leopard derzeit nicht zum Laufen bringen. Zudem ließ sich auch ruby ansich nicht kompilieren (zumindest ohne Patches oder spezielle Kompilieranweisungen), weder 1.84, noch 1.8.5 oder 1.8.6. Dann habe ich meine bereits kompilierten Binaries (ruby Versionen, ImageMagick, mysql5 etc.) von OSX Tiger herüber kopiert und konnte diese zum Großteil ausführen. Allerdings konnte ich mysql5 nicht zum Laufen bringen (mit sudo ausgeführt, konnte es sich angeblich nicht an den Port 3306 binden)…
Fazit: Ich persönlich kann meine Arbeitsmachine derzeit noch nicht auf OSX Leopard upgraden. Für Rails ansich ist OSX Leopard allerdings ein Riesenschritt nach vorne. Mit einer Standardinstallation von Leopard kann man sofort mit Rails loslegen. Die Abhängigkeiten, die mir derzeit noch Probleme bereiten, werden sicherlich auch bald von den entsprechenden Entwicklergemeinden gefixt oder Patches bereitgestellt. Also daher, bin ich noch ein bisschen geduldig…
Übrigens noch ein Hinweis für Java Entwickler. Java 6 ist nicht Teil von Leopard und die Java 6 Preview für Tiger läuft nicht unter Leopard! JDK 5 läuft allerdings problemlos.
Update: Nach einem frischen Macports Install habe ich nun mysql5 problemlos laufen. Auch das mysql gem habe ich installiert bekommen. Wenn ihr mysql5 mit macports installiert, könnt ihr folgenden gem Befehl verwenden:
ARCHFLAGS=”-arch i386″ gem install mysql — –with-mysql-include=/opt/local/include/mysql5/mysql/ –with-mysql-lib=/opt/local/lib/mysql5/mysql
Update 2: tiff kompiliert nun auch mit macports und somit kann ImageMagick problemlos installiert werden.









Für MySQL kannst du auch das Binärpaket von Mysql.com laden und dann das Gem einfach installieren mit:
sudo gem install mysql -- \
--with-mysql-config=/usr/local/mysql/bin/mysql_config
Vorher am besten einmal überprüfen das RubyGems auf dem neusten Stand ist da ich nicht genau weiss ab welcher Version man die ARCHFLAGS Umgebungsvariable weglassen kann.